Die Anhängerkupplung

Die Anhängerkupplung stellt das Verbindungsglied zwischen Zugwagen und Anhänger her - Gängig ist hierbei die Maul-Kupplung.
Darüber hinaus gibt es Spezialkupplungen für Tandemachsanhänger, für Schwerlast-Anhänger mit Drehschemel- oder Achsschenkel-Lenkung, für Anhänger mit einfachem Drehkranz in Kombination mit Kurz-Zuggabel und für Drehschemel-Zusatzlenkungen.
Um die ordnungsgemäße Verriegelung der Kupplung feststellen zu können, besitzen die Kupplungen je nach Ausführung einen Kontrollstift oder ein Sicherungsrad. Im verriegelten Zustand ist sowohl der Kontrollstift bündig im Gehäuse verschwunden als auch der Federring zurück in die Vertiefung gesprungen.
An der Anhängerkupplung wirken sehr hohe Kräfte. Deswegen muss die Anhängerkupplung extrem robust gefertigt sein. Sie ist aus besonders verschleißarmen Materialien hergestellt. Anhängerkupplungen benötigen eine Allgemeine Bauartgenehmigung, kurz ABG genannt.
Am Fabrikschild erkennt der Fahrer, ob der Kupplung die ABG erteilt wurde. Es muss eine Wellenlinie, die als Prüfzeichen dient, und eine Prüfnummer auf der Kupplung aufgebracht sein. Die Kupplungen sind in der Regel selbstschließend.
Zur Sicherheit aller ist es unbedingt nötig, dass der Fahrer beim Zusammenstellen des Zuges äußerst sorgfältig vorgeht.

richtig ankuppeln

Zugöse zu hoch! Das Lkw-Heck würde beim Kuppeln hochgedrückt werden
Zugöse zu niedrig! Die Zugdeichsel würde beim Kuppeln hochgedrückt werden
Zu großer seitlicher Versatz! Der Anhänger müsste beim Kuppeln seitlich über die Stützen verschoben werden
Möglichst punktgenaues Anfahren ohne seitlichen Versatz ist erforderlich

Sobald der Fahrer den LKW zum Abkuppeln zurücksetzt, ist folgendes zu beachten: Grundsätzlich darf sich niemand mehr im Bereich zwischen Anhänger und LKW befinden. Grundsätzlich ist ein Sicherungsposten zu stellen.

Dabei ist der Schwenkbereich der Deichsel miteinzurechnen. So sollte ein Einweiser beispielsweise links neben dem Fahrzeug im Sichtbereich des Fahrers und außerhalb des Gefahrenbereichs stehen. (nicht vorgeschrieben, aber dringend empfohlen)

Zunächst setzt der Fahrer das Fahrzeug bis etwa ein Meter vor den Anhänger zurück. Der Fahrer kontrolliert, ob die Feststellbremse am Anhänger angezogen ist und überprüft, ob die Unterlegkeile richtig liegen. Dann stellt er die Zuggabel des Anhängers mit der Höheneinstellvorrichtung auf die Höhe des Kupplungsmauls des LKW ein. Mit dem Handhebel öffnet er die Anhängerkupplung und öffnet das Löseventil des Anhängers. Dazu drückt er den Entriegelungshebel in Richtung LKW. Der Kupplungsbolzen wird dadurch hochgezogen und das Kupplungsmaul starr verriegelt.

Jetzt wird der LKW an den anhänger herangefahren, bis die Kupplung einrastet, und eine Abreißprobe durchgeführt. Der Fahrer kontrolliert die Verriegelung der Kupplung am Kontrollstift oder am Sicherungsgrad.

Nun verbindet er den Anhänger mit den Druckluft- und elektrischen Verbindungen. Dabei wird erst die GELBE Bremsleitung und dann die ROTE Vorratsleitung angeschlossen. Moderne Fahrzeuge verwenden auch die sogenannte Duomatic, die es ermöglicht, beide Leitungen mit einem Handgriff anzuschließen.

Anschliessend sind die elektrischen Anschlüsse für die Beleuchtungseinrichtung und, falls vorhanden, der Anschluss für das ABS in die dafür vorgesehenen Buchsen zu stecken.

Dann sind die Höhen-Einstellvorrichtung und die Feststellbremse zu lösen sowie die Unterlegkeile zu entfernen. Wenn vorhanden, muss nun der Bremskraftregler eingestellt werden.

Abschliessend ist eine vorschriftsmäßige Abfahrtskontrolle des kompletten Zuges durchzuführer. Dieser umfasst die folgenden Check's:

  • Ausrüstung / Aufbau
  • Räder und Bereifung
  • Bremsen
  • Lenkung
  • elektrische Einrichtung
  • Motor

richtig abkuppeln

Nachdem der Fahrer einen geeigneten Abstellplatz gefunden und ausgewählt hat, stellt er den Lastzug mit abgestelltem Motor und gezogener Feststellbremse ab. Die Anhängerfeststellbremse wird angezogen und die Unterlegkeile werden an den Rädern positioniert. Die Verbindungen löst der Fahrer dann in der folgenden Reihenfolge:

  1. rote Vorratsleitung
  2. gelbe Bremsleitung
  3. elektrische Anschlüsse

Nachdem der Kupplungshebel geöffnet ist, kann das Zugfahrzeug von der Deichsel weggefahren werden. Jetzt überprüft der Fahrer noch, ob die Zuggabel mindestens 20cm Bodenfreiheit besitzt. Die Kupplung schließt sich selbständig.

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  • kuppeln_Gelenkdeichsel.pdfDas Kuppeln von Gelenkdeichselanhängern ist ein gefährlicher Vorgang, bei dem es immer wieder zu Unfällen mit schweren Verletzungen, oft mit tödlichem Ausgang, kommt. Daher müssen die nachfolgenden Schritte unbedingt eingehalten werden. Quelle BGF
  • BGVerkehr_G1.pdfKuppeln von Gelenkdeichselanhänger. Quelle BG Verkehr
  • einweisanleitung_Eurovia.pdfAnleitung für Einweisen von Fahrzeugen. Quelle EUROVIA GmbH
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