0,0 Promillegrenze ab 01.08.2007

Seit 01.08.2007 gilt ein neues Promillegesetz. Dieses beinhaltet eine Null-Promille-Grenze. Diese gilt für folgende Verkehrsteilnehmer:

  • Fahranfänger in der Probezeit
  • Jugendliche unter 21 Jahren

Nach dem Gesetzesentwurf handelt derjenige ordnungswidrig, der im Straßenverkehr alkoholische Getränke zu sich nimmt oder die Fahrt antritt, obwohl er unter der Wirkung eines solcher Getränke steht.

Die Folgen einer Alkoholfahrt zieht ein Bußgeld von 250 Euro und Punkten in Flensburg mit sich. Außerdem muss noch eine Nachschulung absolviert werden, und die Probezeit verlängert sich auf vier Jahre.

Für alle anderen Verkehrsteilnehmer gelten die bekannten Promillegrenzen!

Die Wirkung von Alkohol...

>> Alkohol hat vielfältige Auswirkungen auf den Körper. Bereits geringe Mengen verändern die Wahrnehmung, die Informationsverarbeitung und allgemein die Handlungsfähigkeit. Der Abbau der Blutalkoholkonzentration lässt sich von außen nicht beeinflussen! Weder durch essen, durch trinken noch an der frischen Luft!

Unter 0,2 Promille wirkt Alkohol bereits enthemmend. In Kombination mit steigender Selbstüberschätzung wächst der Mut zu einer riskanten Fahrweise. Kommt dann noch mangelnde Fahrpraxis dazu, wird’s eng!

Ab 0,2 Promille setzt eine Verminderung der Sehleistung ein. Gleichzeitig verlängern sich die Reaktionszeiten. Die Aufmerksamkeit, die Konzentrations-, Kritik- und Urteilsfähigkeit lassen nach. Die Risikobereitschaft steigt weiter an und die Wahrnehmungsfähigkeit für bewegliche Lichtquellen (z. B. andere Autos) verschlechtert sich.

Ab 0,5 Promille ist die Sehleistung um ca. 15 % vermindert und die Anpassungsfähigkeit der Augen an Veränderungen der Lichtverhältnisse (Hell-Dunkel-Anpassung) ist verlangsamt. Zusätzlich tritt eine Rotlichtschwäche auf und das Hörvermögen ist herabgesetzt. Geschwindigkeiten werden falsch eingeschätzt.

Ab 0,7 Promille kommt es zu ersten Gleichgewichtsstörungen. Die Nachtsehfähigkeit und Reaktionsfähigkeit nehmen weiter ab.

Ab 0,8 Promille ist die Sehfähigkeit um ca. 25 % vermindert und die Reaktionsfähigkeit verlangsamt sich um 40 % bis 50 %. Die Konzentrationsschwäche nimmt zu. Das Blickfeld ist stark eingeengt - Tunnelblick.

Ab 1,1 Promille beginnt die absolute Fahruntauglichkeit.

Achtung! Auch betrunkene Beifahrer können gefährlich sein! Denn auch sie können einen Unfall verursachen, wenn sie beispielsweise dem Fahrer unvermittelt ins Lenkrad greifen. Deshalb sollten Betrunkene besser auf der Rückbank Platz nehmen.

Generell gilt: „Koma-Saufen“ ist uncool und kann gesundheitliche Schäden hervorrufen! Auch mit ein bis zwei Drinks pro Abend kann man Spaß haben!

Textquelle: www.ddad.de

Gerüchteküche

>> Gerüchte halten sich manchmal sehr hartnäckig, gerade über die Wirkung von Alkohol: Sicher habt Ihr auch schon das Eine oder Andere gehört. Wir wollen mal ein wenig aufräumen in der Gerüchteküche.

Es stimmt nicht, dass...
... Alkohol im Schlaf schneller abgebaut wird: Jede Stunde sind es nur 0,1 bis 0,15 Promille! (Vorsicht Restalkohol am Morgen danach!) Die Abbaugeschwindigkeit lässt sich von außen nicht beeinflussen – wirklich nicht!

... zünftiges Essen den Alkoholgehalt im Blut senkt: Das heißt, der maximale Promillewert ist niedriger, aber die Alkoholmenge im Körper ist gleich. Das Essen verlangsamt nur die Aufnahme ins Blut. Aber trotzdem kann man nie genau einschätzen, wie schnell Alkohol seine Wirkung zeigt. Das hängt auch von der körperlichen Verfassung des Einzelnen ab.

... Kaffee oder andere „Wundermittel“ die Wirkung von Alkohol abschwächen: Sie vermindern weder die Wirkung von Alkohol noch beschleunigen sie den Abbau. Der Alkoholabbau im Körper erfolgt nach festgelegten biologischen Regeln und lässt sich nicht beschleunigen!

... man als Radfahrer völlig betrunken im Straßenverkehr unterwegs sein darf: Wenn man sich auffällig im Verkehr verhält, zum Beispiel durch "Schlangenlinien fahren", kann die Ordnungswidrigkeitsgrenze für Kraftfahrzeuge von 0,5 Promille auch für Radfahrer gelten. Hat der Radfahrer einen Unfall verursacht, so ist auch hier - wie bei Kraftfahrzeugen - die 0,3-Promillegrenze ausschlaggebend für eine Ordnungswidrigkeit. Wenn der Radfahrer erheblich alkoholisiert am Straßenverkehr teilnimmt, kann die Führerscheinbehörde ab 1,6 Promille eine medizinisch-psychologische Untersuchung anordnen. Vom Ergebnis hängt es dann ab, ob der Führerschein entzogen wird.

Textquelle: www.ddad.de

Was macht süchtig und wie geht man damit um...

Das Bier

Kulturgeschichte des Bier's

Unter www.bier.de kann nachgelesen werden, dass das Bier wahrscheinlich unter den Sumerern vor mehreren tausend Jahren erfunden worden ist und in sehr vielen Kulturen  Verbreitung gefunden hat. Nur bei den Römern war Wein beliebter.

Insbesondere in Europa hat sich Bier zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt.  Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland lag im Jahr 2001 bei 124 l, in Tschechien bei 160 l. Der recherchierte  Rekordverbrauch  war länger zurückliegend in Belgien bei 177 l pro Einwohner.

Fachleute führen den Erfolg des Bieres auch auf das Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516 zurück. In diesem Jahr hat Bayernherzog Wilhelm IV verfügt, dass Bier nur noch aus den festgelegten Inhaltsstoffen Gerste, Hopfen und Wasser hergestellt werden darf (der Beitrag der Hefe war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt).

Das Reinheitsgebot von damals heißt heute Biersteuergesetz. Dieses Gesetz (im Ursprung aus dem Jahr 1952) regelt die Beimengungen von Zutaten, die Bezeichnungen und viele andere Dinge rund ums Bier.

Eine Änderung aus dem Jahr 1993 erlaubt nun die Vermischung von Bieren mit anderen Getränken und vor allem das Abfüllen und den Verkauf von Mixgetränken.

Die Geschichte des Radlers
Ein bayerischer Almwirt, dessen Hütte ein bevorzugtes Ausflugsziel für Radfahrer war, hatte an einem schönen Wochenendtag nicht genügend Bier eingekauft. Er hat unter dem Vorwand, seine radfahrende Kundschaft schützen zu müssen, Limonade ins Bier gemixt. Aus diesem Grund wurde dieses erste Biermixgetränk Radler getauft.

Textquelle: http://www.bier.de/

Energy

Energy-Drinks

The top energy drinks players are as follows based on December 2006

Energy-Drinks sind alkoholfreie Muntermacher in peppiger Aufmachung. Sie enthalten häufig anregende Stoffe wie z. Beispiel Koffein, Taurin und Guarana.  Diese oder ähnliche Stoffe sind nicht zwingend vorgeschrieben. Es werden auch einfache Limonaden mit starkem Zuckergehalt als Energy-Drink verkauft. Der Begriff ist nicht für bestimmte Mixturen geschützt.

Ein paar beispiele sind z.B. K-fee, Untouchable, Powerade und Red-Bull. Powerade ist ein schönes Beispiel.
Es ist ein Produkt aus dem Hause Coca-Cola, das als Ergänzung zum herkömmlichen Sortiment eingeführt worden ist, um sinkende Absatzzahlen aufzufangen. Allein der Name sagt schon viel aus. Inhaltsstoffe sind außer den üblichen Aromastoffen, Zucker und Stabilisatoren jedoch diverse Farbstoffe und Maltodextrin.
Die Aufmachung dieses Getränkes ist schon aufgrund der Farbe und der Bezeichnung auf Kinder zugeschnitten. Und bereits für Kinder ist es modischer, dieses Getränk zu schlürfen als z.B. Apfelschorle. Es ist also ein Einstieg in die Karriereleiter des modischen Trinkverhaltens. Powerade kann man bereits in der Grundschule regelmäßig im Schulranzen finden.

Red-Bull

Red Bull Energy Drink

Red Bull ist der Klassiker unter den Energy-Drinks. Es wird in der Dose verkauft und hatte deshalb im letzten Jahr in Deutschland leichte Absatzprobleme, was durch pfiffige Werbung ausgeglichen wurde.  Die Inhaltsstoffe sind Taurin, Koffein und Glucuronolaceton. Der Umsatz 2001 lag bei 1,2 Milliarden Dosen in 70 Ländern. Mittlerweile gibt es 50 Folgeprodukte .

Erfunden wurde diese Art von Getränken schon vor langer Zeit in Thailand. Dort wurden Energy-Drinks z.B. nach der Entbindung an Frauen zur Regeneration verteilt. Laut eigener Firmenwerbung hat der Hersteller ein Rezept nach Österreich importiert und hier die Erfolgsgeschichte gestartet.

Um das Produkt Red Bull ranken sich tolle Geschichten:

  • Es soll verschiedene Rezepturen geben (ist falsch, aktuell gibt es jetzt aber eine neue, zuckerfreie Variante).
  • Es wird von Koffeinmengen pro Drink berichtetet, die 21 Tassen Kaffee entsprechen (in Wirklichkeit 2-3 Tassen)
  • Lange Zeit galt das österreichische Red Bull noch als versetzt mit geheimnisumwitterten Zusatzstoffen. Zu dieser Zeit konnte das Getränk in Deutschland noch nicht erworben werden. Dies aber nur deshalb, weil ein Lebensmittelzusatzstoff in Deutschland nicht zugelassen war.

Diese verschiedene Legenden haben sicherlich stark zum Erfolg des Getränkes RED BULL beigetragen und wurden von der Firma selbst eigentlich nie öffentlich bestritten.

Inhaltsstoffe

GLUCURONOLACTON
Glucuronolacton ist ein Kohlenhydrat. Dieser Stoff wird im menschlichen Körper selbst gebildet, ist in Entgiftungsprozesse des Körpers eingebunden und unterstützt den Körper beim Abbau von Abfallstoffen. Glucuronolacton finden wir auch in verschiedenen Lebensmitteln wie zum Beispiel in Getreide oder Rotwein.

TAURIN
Taurin ist eine bedingt essentielle Aminosäure, die im menschlichen Körper selbst vorkommt. ,,Bedingt esssentiell'' bedeutet, dass in einigen Situationen oder unter bestimmten Umständen, wie zum Beispiel bei großem Stress oder starker körperlicher Belastung, Taurin in großen Mengen im Körper abgebaut wird und vom Körper selbst nicht mehr in ausreichender Menge ersetzt werden kann.

KOFFEIN
Koffein ist für seine anregende Wirkung auf geistige und körperliche Funktionen bekannt. Es verbessert nachweislich Reaktionsfähigkeit, Wachsamkeit und Konzentration. Darüber hinaus kurbelt Koffein auch die Fettverbrennung bei Ausdaueraktivitäten an und fördert dadurch den Abbau von Fettpolstern im Körper, was wiederum zu einer effizienteren Energieversorgung führt.

VITAMINE
Eine Dose Red Bull Energy Drink enthält:

  • Niacin (Nikotinsäure)20mg
  • Vitamin B65mg
  • Panthotensäure5mg
  • Vitamin B120,005mg

Vitamine sind lebenswichtige Substanzen, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Die in Red Bull Energy Drink enthaltenen B-Vitamine sind für die geistige Leistungsfähigkeit und körperliche Ausdauer wesentlich. Ein Abfall von geistigen und körperlichen Fähigkeiten kann mit einem Mangel an B-Vitaminen zusammen hängen.

B-VITAMINE
Vitamine der B-Gruppe sind besonders wichtig für den Energiestoffwechsel, so zum Beispiel für den Auf- und den Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen. B-Vitamine wirken sich auch positiv auf die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit aus.

SUCRALOSE

GLUKOSE

Textquelle: www.redbull.de

Bier-Mix

Biermixgetränke

Diese Getränke sind fertig von der Brauerei zusammen gemixte Biermischgetränke. Sie enthalten keinen Branntwein und sind deshalb nach § 9 JuSchG frei ab 16 Jahren zugänglich.

Biermixgetränke sind eine erfolgreiche Sparte,  die von den Brauereien dazu benutzt wird, die Absatzschwäche herkömmlicher Biere aufzufangen. Auf Grund der Vermischung tritt in den meisten Fällen der typische Biergeschmack in den Hintergrund. Durch eine zusätzliche Süße wird der Geschmack gefälliger. Wie die Folie 24 zeigt, gibt es mittlerweile fast keine der großen Brauereien mehr, die auf diese Sparte verzichtet.

Der Verbraucher wünscht immer neue Geschmacksrichtungen und ist bei Biermix probierfreudiger denn je. Nach einer Untersuchung von AC Nielsen legten die Biermischgetränke im Handel auch 2008 zu und wuchsen auf 6,5 % (+0,2 %)**. Dabei bleibt das innovative Sortensegment dem Weizenbier mit einem Marktanteil von 9,0% (+0,3 %) immer noch dicht auf den Fersen.

Seit der Jahrtausendwende befindet sich das damals neue Sortensegment auf Wachstumskurs, Jahr für Jahr kamen neue Anbieter hinzu. Inzwischen ist Konsolidierung eingetreten, da viele Anbieter die angestammten Sortimentsergänzungen durch Radler oder Bier-Cola nachgeholt haben. Dadurch wachsen die Anforderungen an die Newcomer. “Die Brauer müssen sich immer wieder einen neuen, innovativen Mix einfallen lassen, um in der Verbrauchergunst bestehen zu können”, so Dr. Volker Kuhl. “Nie zuvor standen die Verwender neuen Geschmacksrichtungen so aufgeschlossen gegenüber – Probierkäufe sind für Biermixverwender selbstverständlich.” Die Brauerei C. & A. Veltins, die bereits 2001 in den Markt eingestiegen ist, hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und mit neuen Produkten immer wieder sinnfällige Sortimentsergänzungen geschaffen. Dr. Volker Kuhl: “Für uns gehören eine glaubwürdige, erlebbare Markenwelt und ein stimmiger Geschmack untrennbar zusammen.” So ist es dem sauerländischen Traditionsbrauer 2008 wieder gelungen, im Biermixsegment überdurchschnittlich zu wachsen. Die Markenrange von “V+” legte im Ausstoß um 10,2 % zu und zählt inzwischen national zu den Top-Marken.

Desperados

Desperados

Desperados ist ebenfalls ein Biermixgetränk, wobei dies gar nicht so offensichtlich ist. Desperados stammt von der Brauerei Karlsberg (F) und wirbt selbst mit der Bezeichnung „Bier – aromatisiert mit Tequila.  Da Desperados das stärkste unter den vorgestellten Modegetränken ist (5,9 % Alkoholgehalt), liegt eigentlich  die Vermutung nahe, dass tatsächlich Tequila beigefügt ist. Dies ist aber nicht der Fall. Eine lebensmittelchemische Untersuchung hat ergeben, dass es sich nur um Tequila-Aromastoffe handelt. Somit handelt es sich „nur“ um ein Biermixgetränk und ist trotz des hohen Alkoholgehaltes ebenfalls ab 16 Jahren zugänglich.

Interessant an Desperados ist außer der Mixtur auch die Aufmachung und die Werbung. Diese ist stark an mexikanische Biere angelehnt, so dass viele Konsumenten glauben, dass Desperados tatsächlich aus Mexiko kommt. Die Brauerei selbst sagt in der Werbung, dass man das Bier nur mit einer Zitrone im Flaschenhals trinken soll. Dies ist tatsächlich an mexikanische Biere angelehnt. Bei diesen hat es jedoch den Grund, dass die dortigen Abfüllanlagen nicht gerade auf einem modernen hygienischen Stand sind und der Flaschenhals mit der Zitrone desinfiziert werden soll. Da Desperados aus dem Elsaß und aus einer modernen Abfüllanlage einer Großbrauerei stammt, ist dies tatsächlich nicht nötig. Das fremdländische Image ist in diesem Fall jedoch verkaufs-fördernd.

Quelle: Wikipedia

Desperados ist der Name eines Bieres mit Tequilageschmack mit einem Alkoholgehalt von 5,9 % Vol. Der Tequilageschmack wird durch die Zugabe von künstlichen Aromen erzeugt, das verwendete Bier zählt zur Gruppe der Lagerbiere. Es wird in Flaschen zu 0,33 Liter und 0,65 Liter verkauft.

Desperados wird von der französischen Brasserie Fischer mit Sitz in Schiltigheim hergestellt. Die Brauerei gehört seit 1996 zum Heineken-Konzern. In Deutschland werden die Produkte von der Karlsberg Brauerei in Homburg/Saar vertrieben.

Wie bei mexikanischen Biersorten üblich, wird Desperados in durchsichtigen, langhalsigen Flaschen ohne Etikett vertrieben. Das Design greift auf die mexikanischen Landesfarben zurück, Desperados ist somit ein Beispiel des Foreign Brandings. Da das Bier jedoch in Frankreich gebraut wird und nicht in Mexiko, klagten Hersteller und Vertreiber des mexikanischen Bieres Corona auf Unterlassung, da die Gestaltung der Flasche den Verbraucher irrtümlich annehmen ließe, das Bier stamme aus Mexiko. Das Hanseatische Oberlandesgericht urteilte am 23. Dezember 2004, „dass die durch die Gesamtaufmachung von „Desperados“ bewirkte Irreführung über die Herkunft des Bieres nicht durch ausreichende entlokalisierende Zusätze vermieden wird.“ Insbesondere war der Hinweis auf den Brauort nur in französischer Sprache auf dem vorderen Etikett angebracht. Inzwischen ist der Hinweis zweisprachig.

Als typische Angebotsform wird es mit einer Limettenspalte im Flaschenhals serviert und aus der Flasche getrunken.

Acopops

Alcopos

Ein Alkopop (Zusammensetzung aus Alkohol und engl. umgangssprachlich [soda] pop, Softdrink) ist ein alkoholhaltiges Süßgetränk. Alkopops (auch als Premixgetränke, Ready to Drink (RTD) oder Designer Drinks bezeichnet) sind fertig gemischte, süße Getränke, die mit Spirituosen (wie Wodka oder Whiskey) gemischt sind und in „poppiger“ Aufmachung verkauft werden.

Die sprachliche Abgrenzung zu anderen Mischgetränken ist zwar alltagssprachlich umstritten, im Alkopopsteuergesetz allerdings genau definiert.

Auf Grund ihres Branntweinanteiles dürfen sie gem. § 9 JuSchG erst ab 18 Jahren käuflich erworben werden.

Es gibt mittlerweile eine unüberschaubare Liste dieser Getränke. Wir konzentrieren uns auf die erfolgreichsten, nämlich Rigo und Smirnoff Ice

z.B. RIGO von Bacardi

RIGO ist ein typischer Vertreter des Genres Alcopop. Hersteller ist Bacardi. Es setzt sich zusammen aus Limonade und Rum. Das Getränk hat einen Volumen-prozentanteil von 5,4 (% vol).

Rigo wurde erst im Mai 2001 auf den deutschen Markt geworfen und es ist extra für diesen Markt konzipiert worden. Der Hersteller Bacardi vertreibt schon länger  Breezer in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Breezer ist in Deutschland auf Grund seines zu süßen Geschmackes nicht der erhoffte Verkaufserfolg geworden. Deshalb wurde extra für den deutschsprachigen Raum ein herberes Getränk entwickelt. Dies mit durchschlagendem Erfolg. Die Kapazität von ursprünglich 42 Millionen Flaschen jährlich wurde auf 280 Millionen Flaschen  jährlich erhöht. Rigo wird übrigens nicht in der Karibik, sondern in Buxtehude abgefüllt.

Am Beispiel Bacardi lässt sich auch schön der Marketingaufwand beobachten, der für diese Produkte betrieben wird. Bacardi Deutschland hatte im Geschäftsjahr 2001/2002 einen Aufwand von 41 Mill. €. Im Geschäftsjahr 2002/2003 lag der Aufwand für Marketing bei 64 Millionen €.

(seit 2008 in Deutschland nicht mehr erhältlich)

z.B. Smirnoff Ice von Smirnoff

Smirnoff Ice ist ein Folgeprodukt der Alcopopwelle. Hersteller ist der Mischkonzern Diageo. Er selbst wirbt für das Getränk mit dem Slogan: „Wodka, mit dem erfrischenden Geschmack der Zitrone“. Es handelt sich bei Smirnoff Ice also um Wodka mit Zitronenlimonade  (5,6 % vol). Von den bekannten Verkaufszahlen ausgehend kann Smirnoff Ice als ebenso erfolgreich wie Rigo angesehen werden. Zusammen mit Bacardi (Breezer und Rigo) hält Smirnoff Ice einen Marktanteil von 85 %.

Geschichte
Smirnoff war die erste Brennerei weltweit, die Holzkohle zum Filtern benutzte.

Wladimir Smirnow übernahm 1910 die Firma nach dem Tod seines Vaters Pjotr Smirnow. Während der Oktoberrevolution wurde die Brennerei konfisziert und die Familie musste nach Konstantinopel fliehen, wo Wladimir eine neue Brennerei aufbaute. Vier Jahre später zog die Familie nach Lemberg; 1925 wurde eine zweite Brennerei in Paris eröffnet, die lateinische Schreibweise des Namens wurde zu Smirnoff geändert. Ende der 1930er Jahre wurde der Wodka in die meisten europäischen Länder exportiert.

1934 verkaufte Wladimir Smirnow die Firma an Rudolph Kunett, der den Firmensitz in die USA verlagerte. Mittlerweile gehört Smirnoff zu Diageo (einen Minderheitsanteil hält Alfa Group) und zählt zu den weltweit am meisten verkauften Wodkas.

Textquelle: www.wikipedia.de

Auswirkung

Die Auswirkungen von Alkohol

Da Alkohol in unserer Gesellschaft traditionell akzeptiert ist, hat das Ausprobieren von Alkohol  schon immer zum Erwachsen werden gehört. Erste Versuche sind im Durchschnitt etwa im Alter von 8 bis 9 Jahren zu erwarten.  Und so, wie sich das erste Probieren altersmäßig vor verlagert hat, treten auch die ersten Vollräusche bereits früher auf.
Bisher haben die ersten Trinkversuche auf Grund der geschmacklichen Aversionen eher vor weiterem Konsum abgeschreckt. Die modernen Getränke sind jedoch geschmacklich so aufbereitet, dass in erster Linie die Süße dominiert und somit ein positives Geschmackserlebnis erreicht wird.
Es entfällt also die langsame Gewöhnung an Geschmack und Wirkung. Beides wird von Beginn an gut bewertet.

Ein weiterer problematischer Punkt ist die ständige Verfügbarkeit und die leichte Zugänglichkeit der Getränke. Einen richtigen Ladenschluss gibt es eigentlich gar nicht mehr. Wer will, kann rund um die Uhr einkaufen und konsumieren. Zudem gibt es sehr viele Verkaufsstellen oder Veranstalter von jugendtypischen Events, die sich absolut nicht an das Jugendschutzgesetz halten und alle Getränke auch an Kinder verkaufen.

Die Verfügbarkeit verlagert das Problem auch zu den Jungen Fahrern. Mit dem Konsumverhalten hat sich schon seit geraumer Zeit auch das Ausgehverhalten junger Menschen verändert. Man geht heute am Abend erst sehr spät zu Veranstaltungen und kommt dann in den Morgenstunden nach Hause.

Dazwischen pendelt man von einer Lokalität zur nächsten. Der größte Teil dieses Pendelverkehrs findet (insbesondere in den ländlicheren Gemeinden) mit dem Pkw statt. An den verschiedenen Treffpunkten wird gern Alkohol konsumiert; natürlich Getränke, die gerade IN sind.
Der Alkoholgehalt von Modedrinks wird oft falsch eingeschätzt und vor allem wegen der Süße der Getränke nicht wahrgenommen.  Dies verleitet zu dem Eindruck, dass eigentlich nur leichte Getränke konsumiert werden und somit nur ein leichter Alkoholkonsum vorliegt. Im Zusammenhang mit etwas Übermut und Selbstüberschätzung entsteht bei Jungen Fahrern die Meinung, mit dem „wenigen Alkoholkonsum“ noch gut fahren zu können. Diese häufige Fehleinschätzung ist der Grund für viele Unfälle. Gerade bei Jungen Fahrern sind die Automatismen zum Führen eines Fahrzeuges noch nicht ausgeprägt. Bereits eine leichte Alkoholbeeinflussung kann in schwierigen Situationen eine Fehlreaktion auslösen.

(K)Einer bleibt nüchtern??
Bisher war es üblich, dass die Jungs zur Veranstaltung gefahren sind und wenn etwas Grips vorhanden war, diejenigen nach Hause fahren mussten, die nichts getrunken hatten. Häufig waren dies die Freundinnen, da Frauen dem Alkohol in der bisherigen Form auf Grund des bitteren oder scharfen Geschmacks deutlich weniger zusprachen.
Dieser Präventionsansatz, der von der Polizei bei Vor-trägen auch vehement vertreten wurde, fällt jetzt weg. Moderne Getränke gibt es in allen Geschmacks-richtungen.
Dies hat zur Folge, dass Alkoholkonsum bei beiden Geschlechtern beliebt ist, was wiederum zur Folge hat, dass nicht immer automatisch jemand nüchtern genug für die Heim- oder Weiterfahrt ist.

Textquelle: http://www.gib-acht-im-verkehr.de/

Gefahr

Die Suchtgefahr

 

DER SPIEGEL schreibt im Dezember 2003, dass die Lust auf Süßes auf Alkoholismusrisiko hinweist. Er beruft sich hierbei auf eine Studie der New Yorker Medicin School. Dies deckt sich mit den Erläuterungen anderer Zeitschriften im Zusammenhang mit Alcopops. Oder wie ebenfalls der Spiegel schreibt: „Der Weg zum Koma ist süß.“

Immer mehr trendige, stark zuckerhaltige Getränke werden unter den tollsten Produktnamen auf den Markt gebracht. Alles nur im Kampf für die meißten Marktanteile. Wer sehenden Auges durch die Schulen geht, sieht die vielen bunten Getränke in den Schulranzen und Rucksäcken der Kinder und sieht somit auch die Süße Treppe zur Sucht. Bereits in Kindergärten und Grundschulen wird Powerade konsumiert, das bunt und süß ist und vor allem bereits ein Image hat.

Studie bestätigt den alarmierenden Trend

Eine Studie der „Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin“ hat Erschreckendes festgestellt. Jeder vierte 12- bis 17-jährige Berliner trinkt. In den vergangenen sieben Jahren ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Alkoholvergiftungen um 50 Prozent gestiegen. Bei der Hälfte der in Kliniken eingelieferten Jugendlichen betrug der Alkoholwert im Blut mehr als zwei Promille – dazu muss man etwa eine Flasche Schnaps trinken. Der Pro-Kopf-Konsum reinen Alkohols ist in Deutschland mit zehn Litern im Jahr so hoch wie nirgendwo sonst in Europa.

Die Studie weist auf das kollektive Betrinken hin: Zunächst werde ausprobiert, was Erwachsene tun. Alkohol als Treibstoff für den Spaß. In Parks, auf Festen und in Kneipen werden in kurzer Zeit große Mengen Alkohol getrunken, sodass ein Gefühl von Übelkeit erst aufkommt, wenn der Betroffene bereits stark betrunken ist. Erst in der vergangenen Woche ist ein 15-Jähriger auf einem Spielplatz mit einer Alkoholvergiftung gefunden worden. Vier Fälle hat es im Laufe dieses Jahres gegeben, in denen Jugendliche am Alkohol gestorben sind. Im März starb ein 16-jähriger Junge in Berlin nach vier Wochen Koma. Er war in einem Lokal mit 4,8 Promille Alkohol im Blut zusammengebrochen. Rund 50 Tequila hatte er getrunken.

Die Sucht beginnt immer früher

Besonders schwierig ist es, wenn die Kinder früh beginnen, Alkohol zu trinken. Mit 12 oder 13 Jahren kann ein Kind kaum auf etwas zurückgreifen. Mit 18 oder 19 Jahren ist das anders, da haben sich die Jugendlichen schon eine Meinung gebildet. Mehr als drei Prozent der Elfjährigen trinken bereits Alkohol. Vor fünf Jahren lag der Anteil noch bei einem Prozent.

Oft ist Alkohol nur ein Ventil

Jugendforscher Klaus Hurrelmann sagt, die Komposition aus Persönlichkeit und Umwelt entscheide darüber, ob ein Jugendlicher in die Sucht abrutscht. „Wichtig ist, wie ausgeprägt die im Hintergrund liegenden Stärken sind, wie es um das Grundgerüst der Persönlichkeit bestellt ist, wie stark die Selbstdisziplin ist und ob es das Vermögen gibt, sich in einem Moment der Schwäche zu melden“, sagt Hurrelmann, der seit 20 Jahren die Lebenswelten von Jugendlichen in Deutschland untersucht. „Dann kommt die Umwelt hinzu. Kommt ein Angebot, das eine Perspektive verspricht? Diese beiden Faktoren haben eine Wechselbeziehung. Wenn beide schlecht sind, rutscht man weg. Dann stehen Trotz und Frustration am Ende einer langen Kette von Misserfolgen.“

Trinkgelage in der Gruppe bezeichnet Hurrelmann als normale Ausschläge, wo ein Heranwachsender Dinge ins Extrem triebe, seine Kräfte teste. „Der Ausgangspunkt ist eine gesunde Idiotie.“ Gefährlich werde es dann, wenn der Alkohol zum Ventil werde. „Die Arbeitswoche ist für Jugendliche so anspannend, dass sie ein Ventil brauchen. Das Signal ist: der Leistungsdruck ist zunehmend belastend. Wer hinaus will, betäubt sich. Und merkt nicht, dass es keine Entspannung ist, sondern Besinnungslosigkeit.“

Textquelle: www.welt.de (Nov 2007)

Suchtdreieck

Das Suchtdreieck

Das Suchtdreieck stellt die Risikofaktoren dar, die zur Sucht führen können. Dies sind

  • die Persönlichkeit: also die persönliche Reife, das eigene Wissen, der eigene Wille (NEIN zu sagen), der persönliche Erfahrungsschatz
  • das Umfeld: Geborgenheit in der Familie, Vorbilder in der Familie oder im Freundeskreis, die Clique
  • die Droge selbst: die Art der Droge; legal oder illegal, der Preis, die Art des Konsums (spritzen oder nur einnehmen)

Übertragen auf die Alcopops ergibt sich folgendes Bild:

  • die Droge selbst: ist relativ billig (im Vergleich zu anderen Drogen – auch nach Inkrafttreten der Alcopopsteuer zum 1.07.2004); der Konsum ist nicht nur einfach, es schmeckt auch noch gut; Alcopops sind legal (Minderjährige sehen hier höchstens leichte Gewissensbisse)
  • das Umfeld: der Freundeskreis konsumiert die Getränke mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch. In der Familie ist hierzu häufig kein Unrechtsbewußtsein vorhanden. (Was dem Vater sein Feierabendbier ist, ist der Tochter ihr RIGO). Die Werbung suggeriert ein hohes Gefühl gesellschaftlicher Akzeptanz beim Konsum der Getränke
  • die Persönlichkeit: Gerade bei der Hauptzielgruppe der jungen Menschen sind die Charaktere noch nicht hundertprozentig ausgeprägt. Die beschriebenen Punkte wie Reife, Wissen, Willen und Erfahrungsschatz fehlen
Bildquelle: www.wikipedia.de

Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Abhängigkeit dann gegeben, wenn eine Person auf bestimmte Stoffe oder Verhaltensweisen angewiesen ist, was an folgenden Merkmalen zu erkennen ist:

  • Ein starker Wunsch oder eine Art Zwang, das Mittel zu konsumieren
  • Verminderte Kontrollfähigkeit hinsichtlich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums
  • Mittelgebrauch, um mögliche Entzugserscheinungen zu vermeiden oder akute zu mildern
  • Körperliche Entzugserscheinungen nach Absetzen des Mittelgebrauchs
  • Entwicklung einer Toleranz: Die Dosis muss immer mehr gesteigert werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen
  • Ein eingeengtes Verhaltensmuster im Umgang mit dem Mittel, d. h. außerhalb des gesellschaftlich üblichen Konsumverhaltens ein Mittel zu gebrauchen(z. B. Alkohol am frühen Morgen)
  • Fortschreitende Vernachlässigung anderer Interessen oder Vergnügungen zugunsten des Mittels
  • Anhaltender Konsum trotz des Nachweises schädlicher körperlicher, psychischer oder sozialer Folgen

Textquelle: www.jugendschutz-stormarn.de

Tipps

Tipps & Tricks gegen die "Sucht"

In der Suchtprävention geht es nicht in erster Linie um die Bekämpfung von Drogen, sondern um die Verhinderung von Suchtentstehung. Die beste Methode ist die Vorsorge, die Prävention (Vorbeugung). Wenn behandelt werden muss, ist die Abhängigkeit schon eingetreten.

Ein Patentrezept gegen Sucht gibt es nicht. Jedoch soll anhand der 7 Regeln aufgezeigt werden, wie man ein Kind besser vor der Entstehung von Sucht schützen kann. So verschieden wie Kinder sind, so verschieden sind auch die einzelnen Erziehungsstile der Eltern. Einen Erziehungsstil kann man niemanden vorschreiben. Eine vernünftige Erziehung versucht sich auf die Bedürfnisse und die besondere Persönlichkeit des Kindes einzustellen und zu fördern.

1. Kinder brauchen seelische Sicherheit
2. Kinder brauchen Anerkennung und Bestätigung
3. Kinder brauchen Freiraum und Beständigkeit
4. Kinder brauchen realistische Vorbilder
5. Kinder brauchen Bewegung und richtige Ernährung
6. Kinder brauchen Freunde und eine verständnisvolle Umwelt
7. Kinder brauchen Träume und Lebensziele

1.) Kinder brauchen seelische Sicherheit

Diese Regel ist die wichtigste Grundvoraussetzung für eine gesunde seelische Entwicklung Ihres Kindes. Das bedeutet konkret, dass sie sich der Liebe und der Zuneigung ihrer Eltern und der ihnen nahestehenden Erwachsenen sicher sein wollen. Dabei genügt es nicht nur, dass man sein Kind liebt, sondern man muss ihm die Liebe auch zeigen. Und zwar so, dass das Kind sie auch tatsächlich spürt.

Kinder haben ihre eigene Art, mit Gefühlen umzugehen. Sie leben Ihre Emotionen meistens direkter und heftiger als Erwachsene aus. Nicht immer bringt man dafür die nötige Geduld und Nachsicht auf, fühlt sich auch oftmals einfach überfordert. Perfekte Eltern gibt es nicht und kann es auch nicht geben. Solange Streit und Krach zwischen Eltern und Kindern nicht zum Dauerzustand werden, ist alles halb so schlimm.

Entscheidend ist allerdings immer: Wenn ihr Kind in ihre Arme will, sollten Sie es niemals zurückweisen; besonders nach einem Streit. Sie sollten versöhnungsbereit sein und einlenken. Selbst, wenn Sie davon überzeugt sind, im Recht zu sein. Für ein Kind gibt es keine schlimmere Strafe, als von seinen Eltern zurückgewiesen zu werden. Kinder brauchen den direkten Hautkontakt, sie wollen mit ihren Eltern schmusen und in den Arm genommen werden.

Seelische Sicherheit heißt also:
"Auch wenn ich im Stress bin, im Augenblick keine Zeit für Dich habe oder wir uns sogar streiten - Du kannst trotzdem immer sicher sein, dass ich Dich liebhabe - ich liebe Dich, so wie du bist."

Kinder brauchen dieses absolute Grundvertrauen zu anderen Menschen, um Vertrauen zu sich selbst entwickeln zu können. Selbstbewußte Kinder, die gelernt haben, auch Zuflucht bei anderen Menschen (insbesondere Mutter bzw. Vater) zu finden, sind im späteren Leben nicht so anfällig für die Suchtgefahren.

2.) Kinder brauchen Anerkennung und Bestätigung

Kinder brauchen Lob. Dabei sollten wir Erwachsene nicht nur die Leistung der Kinder loben, sondern auch ihre Bemühungen. Wir neigen häufig dazu, unsere Kinder schon früh mit Leistungsgedanken und Leistungsdruck zu überfordern. Wir vergleichen den Entwicklungsgang unserer Kinder mit andern und wenden bestimmte Standards auf sie an. Jedoch benötigen Kinder unbedingt die Grunderfahrung, dass Eltern ihren Kindern etwas zutrauen und ihre Persönlichkeit von den Eltern vorbehaltslos anerkannt wird.

3.) Kinder brauchen Freiraum und Beständigkeit

Kinder müssen ihre eigenen Erfahrungen machen. Dies ist sehr schwer umzusetzen, denn ist es wirklich notwendig, dass das Kind vom höchsten Klettergerüst fällt?

Jedoch bedeutet Freiraum in erster Linie Platz für eigenes Erleben, selbstständiges Forschen, Spielen, Rennen, Bewegen. In diesem Rahmen können Kinder ihre eigenen Realität lernen zu begreifen und auch ihre ersten Erfolgserlebnisse zu haben. Diese kann ihnen niemand abnehmen, die Eltern nicht und auch das Fernsehen nicht.

Wichtig ist aber auch, dem Kind Grenzen zu setzen. Kinder wollen dies, auch wenn sie bei der konsequenten Umsetzung mit Konflikten rechnen müssen. Allerdings sollten diese Grenzen den Kindern Halt geben und sie nicht einengen. Wichtig ist aber auch Beständigkeit, gemeinsame Erlebnisse, gemeinsames Essen besonders in der Familie.

4.) Kinder brauchen realistische Vorbilder

Kinder orientieren sich in ihrem Fühlen und Denken an Erwachsenen, sie bewundern sie und wollen ebenso sein wie sie. Eltern sind die prägenden Vorbilder. Kinder können sehr genau unterscheiden, was Eltern so alles erzählen und wie sie sich in Wirklichkeit verhalten. Dies erkennen Kinder auch im Umgang mit unseren eigenen Süchten. Wir sagen den Kinder, dass Alkohol und Zigaretten ungesund sind, und trinken und rauchen jedoch bei jeder Gelegenheit. Wohl nirgendwo ist der Widerspruch so groß, wie bei unseren guten Worten und Taten in Bezug auf unsere eigenen Süchte.

Wie sollen wir nun damit umgehen?

Es hilft nur Ehrlichkeit. Es ist besser dem Kind zu erklären, dass Rauchen und Alkohol ungesund sind, als dies vor dem Kind zu verheimlichen. Es hilft das Eingeständnis, dass man selbst kleine Fehler und Schwächen hat, denn dies wird das Kind verstehen können. Kinder brauchen Vorbilder, und die sollten realistisch sein. Dazu gehört auch, seinem Kind zu erklären, dass wir selbst nicht perfekt sind und Schwächen haben.

5.) Kinder brauchen Bewegung und richtige Ernährung

Kinder wollen toben, sich bewegen, Spaß haben an der körperlichen Anstrengung. Doch dazu brauchen sie ausreichend Platz. Jedoch sind die meisten Wohnungen zu klein, die Straße dafür zu gefährlich, und die Spielplätze dafür nicht geeignet.

Jedoch müssen Kinder die Erfahrung machen, dass körperliches Wohlgefühl und seelische Zufriedenheit miteinander zusammenhängen. Ebenso wichtig ist eine ausreichende gesunde Ernährung. Mittlerweile leben ganze Industriezweige von Lebens- und Genussmitteln, die speziell für Kinder produziert werden. Die Werbung verspricht Gesundheits- und Leistungssteigerung.

Besonders im Umgang mit Süßigkeiten ist es wichtig, dass Eltern und Erziehungsberechtigte auf einen verantwortungsvollen Umgang achten. Es ist falsch, Kindern Süßes zu geben, wenn sie beruhigt oder getröstet werden wollen. Und es ist ebenso unverantwortlich, Süßigkeiten anstelle von emotionaler Zuwendung zu geben.

Die Parallelen zum Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch liegen auf der Hand: Sucht beginnt da, wo ein Mittel anstelle eines vertrauten Menschen dazu benutzt wird, über ein Stimmungstief hinwegzuhelfen.

6.) Kinder brauchen Freunde und eine verständnisvolle Umwelt

Kinder leben heute unter anderen Bedingungen, als Kinder vor 20 oder 30 Jahren. Durch den Schwund der Großfamilien werden Familien heute immer kleiner. Häufig sind beide Eltern berufstätig, so dass andere Erziehungseinrichtungen wie Kindergärten oder Kindertagesstätten immer wichtiger werden.

7.) Kinder brauchen Träume und Lebensziele

Der langfristig beste Schutz gegen Sucht sind seelisch ausgeglichene, selbstbewußte und ich-starke Kinder, die sich zu selbstständigen, realitätstüchtigen und kritikfähigen Erwachsenen entwickeln.

Dazu ist Erziehung wichtig. Wir müssen darauf achten, unseren Kindern in den Familien ein offenes Klima zu geben, eine Atmosphäre, in denen partnerschaftlich miteinander umgegangen wird, wir ein deutliches "Ja" und ein deutliches "Nein" aussprechen. Dies ist auch des Freizeitbereich zu beachten und umzusetzen.

Textquelle: www.suchthilfe-wetzlar.de

ACHTUNG

Diese Übersicht ist nur ein Auszug aus den vielseitigen Angeboten, die es derzeit in Läden zu kaufen gibt. Wir wollen hier ein wenig aufklären, dass Alkohol eine ernste Angelegenheit ist und dass die Subsumierung der Alcopops unter die Eckpunkte des Suchtdreieckes ein klares Bild ergeben. Die Gefahr, durch den Konsum dieser Getränke in ein persönliches Suchtproblem zu geraten, ist enorm!
Sie können jederzeit unsere Fahrlehrer ansprechen und sie zu diesem Thema befragen.

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